Hier findet Ihr mein 2007 für mein Arbeitsstipendium in Akureyri (Island) eingerichtetes Blog „polarlicht – selected views“, das ich bis etwa 2023 gefüllt hatte und inzwischen durch das „Blog / Newsarchiv“ auf dieser Seite ersetzt wurde.
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Drei Wünsche frei 2.0

Es ist tatsächlich schon 10 Jahre her, das Carsten zum ersten Teil seiner Ausstellung nach Erfurt geladen hatte.
Ich freue mich, das ich wieder dabei sein darf, und auch wenn ich zur Eröffnung leider nicht selbst in Erfurt sein kann lade ich herzlich ein!
Eröffnung ist am Sonntag, 05. September 2021, 16 Uhr im KulturQuartier Schauspielhaus Erfurt. Geöffnet ist bis zum 26. September, Mittwochs bis Sonntags 17 bis 21 Uhr.
KulturQuartier Schauspielhaus, Klostergang 4, ErfurtDiesmal mit dabei: Katharina Arndt, Claudia Barthoi, Philipp Ernst, Michael Göbel, Marcel Krummrich, Guido Langer, Carina Linge, Petra Lottje, Volker März, Thomas Offhaus, Hans Olofsson, Jakob Roepke, Carsten Weitzmann, Nadine Wottke
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Magazin für Endlichkeitskultur
Als Juliane Uhl mich um einen Beitrag für die „drunter & drüber“ gefragt hatte, musste ich zugegeben erstmal recherchieren, was für ein Magazin gemeint ist, aber über das Angebot in der „carte noire“ Reihe dabei zu sein hab ich mich dann sehr gefreut.
Auf der Webseite gibt es auch noch ein kleines Interview dazu.

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2020
Das unglaubliche Jahr neigt sich seinem Ende entgegen.
Geduld und Energie sind nur noch begrenzt verfügbar, auch wenn ich bis auf Sozialkontakte, Urlaube und Feste keine Ausfälle zu beklagen habe – reicht aber ja auch!Es war aber tatsächlich nicht alles schlecht, sondern es gab (wie immer) viele kleine, Momente und Kontakte (auf Distanz!) die spannend waren.
Ich wollte zum Jahresende eigentlich eine Ausstellung im Kasseler Kunstverein kuratiert haben, die nun auf März (wahrscheinlich) verschoben ist, aber mit dem Konzept und den beiden Künstler*innen haben wir zumindest durch Fördergelder ein ordentliches Budget zusammenbekommen und können entspannt daran weiterarbeiten.Außerdem habe ich letzte Woche erfahren, das ein großes, skulpturales Projekt, das ich für eine Kirche geplante hatte, tatsächlich wohl im Frühsommer 2021 stattfinden wird. Materialaufwendig und Zeitintensiv wird das werden, aber ich freue mich drauf!
Schade, das ansonsten so viel in diesem Jahr zusammengestrichen werden musste und die Pandemiebekämpfung auch die Kultur so hart getroffen hat. Das zehnte Jubiläum von Samowar wäre sicher wieder nett geworden.
Trotzdem (oder besser: gerade deswegen) wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und einen ruhigen Jahreswechsel.
Man sieht sich nach dem Weltuntergang. -
SAMOWAR #9
am 14. Dezember um 19:30 eröffnet die Gruppenausstellung „Samowar“ zum neunten Mal in der Galerie Coucou.

»Same procedure as every year«, … wir laden Sie herzlich zur neunten Ausgabe unserer Gruppenausstellung »Samowar« ein. Mit einer heißen Tasse Tee möchten wir mit Ihnen auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr anstoßen. Wie gewohnt gibt es Kunstwerke in einer großen thematischen und formalen Vielfalt, welche bestaunt, besprochen und natürlich auch erworben werden können. Wir freuen uns auf Sie!
STEPHAN BALKENHOL / INA BIERSTEDT / LINUS CLOSTERMANN / PAUL DIESTEL / SLAWOMIR ELSNER / MICHAEL GÖBEL / ANDREA GRÜTZNER / URS LÜTHI / IVAN MOUDOV / CHARLOTTE MUMM / MILEN MILTCHEV / ANDREA MÜLLER-OSTEN / SABINE ROLLNIK / MAX SAND / ROBERT STURMHOEVEL / RENE WAGNER / HASE&ZINSER -
Nebel
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(Kopien)
Wenn man die Kopien betrachtet, scheint man die Originale anzuschauen. Handelt es sich um die Seite eines Kanals in Haarlem oder ist es ein Van der Heyden? Die Dienstmädchen auf der Straße scheinen einem Rahmen von Gerard Dow entsprungen und gleichermaßen bereit zu sein, auch wieder in ihn hinein zu treten. Wir müssen eine sehr besondere Brille aufsetzen und uns über unsere Aufgabe beugen und doch bleiben wir, jenseits unseres Bewusstseins darüber, dass unsere Ausbeute der Wirklichkeit entspringt, zweifelsohne ratlos, wie wir diese Gestalten klassifizieren sollen.
Henry James 1874
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Nachtrag zu Bühl und Kassel
Die Ausstellungen (vor allem Bühl) sind ja schon ein wenig her und ich habe in diesem kleinen und etwas vernachlässigten Blog darüber nicht, bzw. wenig berichtet. Das liegt zum einen daran, das ich nach der Ausstellung mit Elke Zauner direkt in den Urlaub gefahren bin und eine wunderbare Zeit in Belgien verbracht habe, und zum anderen auch sonst mal wieder das Leben (sprich: „real-life“) außerhalb des Internets dazwischen kam. Es war viel los.
In die „Review-Abteilung“ meiner Portfoliowebseite ist bereits die jeweilige Fotodokumentation zu sehen.Beide Ausstellungen haben, in meinen Augen, gut funktioniert. Trotz der räumlichen Schwierigkeiten in Bühl (der Friedrichsbau ist alles andere als ein neutraler „white cube“), passten die stark farbigen Malereien von Elke Zauner, wie schon in Offenburg, erstaunlich gut zu meinen eher zurückhaltenden, aber raumgreifenden Arbeiten. Schön, meine Skulpturen mal mit so viel Luft präsentieren zu können. Das diesesmal kein wirklicher Dialog entstehen wollte ist tatsächlich den hier nahezu getrennten Ausstellungsbereichen „Wand“ und „Innenraum“ geschuldet.
Etwas schwierig eben.
In der kleinen Galerie Coucou in Kassel ist dagegen -eher ungeplant- fast eine Themenausstellung entstanden.
Nachdem wir uns nach vielen Titelversuchen (Titel sind immer schwierig) geistesblitzig auf „Rauschen“ geeinigt hatten, ordneten sich die Arbeiten fast diesem Begriff unter. Und obwohl die kratzig-abgewetzen, kleinformatigen Malereien von Andrea Müller-Osten nahezu komplementär anders aussehen als meine eher glatten Arbeiten, verbinden sie sich auf der inhaltlichen Ebene zu einem Versuch über Vergangenes oder Eindrücken, die so etwas wie Nachbilder produzieren. Warum kann ich so wenig erkennen und wie soll ich die Einzelteile zusammensetzen um überhaupt so etwas wie einen Sinn zu erkennen? Ein Bild- und Erinnerungsrauschen.Als Nachtrag zu Belgien möchte ich noch auf die etwas andere Stadtführung hinweisen, die wir in Charleroi (60km südlich von Brüssel) mitgemacht haben. Über sechs Stunden informiert und zeigt Nicolas Buissart seine Heimatstadt, die, laut einer Umfrage in einer niederländischen Zeitung, die „hässlichste Stadt der Welt sein soll. Nun gut, die ehemalige Industriestadt ist in vielen Teilen dem Verfall preisgegeben, wie man es im Ruhrgebiet nicht mehr findet. Der rostige Rest der (fast) toten Stahlwerke, die an Soviet-Bauten erinnernde Prachtarchitektur und die größtenteils entvölkerte Innenstadt geben eindrucksvoll Auskunft über den Niedergang der Großindustie im Kohleabbaugebiet Belgiens und stadtpolitische Fehlentscheidungen. Aber der etwas morbide Charme ist schön anzuschauen und der Gang durch (eigentlich verschlossene) Industriebrachen und Abraumhalden hat richtig Spaß gemacht.
Festes Schuhwerk und ausreichend Getränke (besonders im Sommer) sind absolut anzuraten!

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(Selbstzweifel)
Das Problem dieser Welt ist, dass die intelligenten Menschen so voller Selbstzweifel und die Dummen so voller Selbstvertrauen sind.
Charles Bukowski
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„Rauschen“ in der Presse

Hessisch- Niedersächsische Allgemeine – HNA, 17.10.2018Und es gab noch einen Online-Tipp bei „Kassel Live“ für den Kunst&Kulturrundgang, der am ersten Ausstellungswochenende im Stadtteil stattfand: kassel-live.de
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(Tümpel)
Die Zeit ist ein Tümpel, in dem die Vergangenheit in Blasen nach oben steigt.
Christoph Ransmayr „Der Schrecken des Eises und der Finsternis“
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„Rauschen“ in der Kasseler Galerie Coucou

RAUSCHEN
Michael Göbel | Andrea Müller-OstenEröffnung: Freitag, 28. September 2018, 19:30 Uhr
2. bis 19. Oktober 2018 | Dienstags bis Freitags | 16:00 bis 20:00 Uhr (und nach Vereinbarung)
Sa 29. + So 30. 9. zum „kunst+kultur-rundgang vorderer westen“ von 13:00 bis 19:00 geöffnet.
GALERIE COUCOU | Elfbuchenstr. 20 | 34119 Kassel | 0170.9699897…der Pressetext: …
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(bis zum Äußersten)
Man muß versuchen, bis zum Äußersten ins Innere zu gehen. Der Feind des Menschen ist die Oberfläche.
Samuel Beckett
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Presse zur Ausstellung in Bühl
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Ausstellung mit Elke Zauner in Bühl

Einladungskarte zur Ausstellung mit Elke Zauner in Bühl Nach „Raumfluchten“ 2014 stellen Elke Zauner und ich erneut gemeinsam aus:
Elke Zauner / Michael Göbel
13. Juli bis 5. August 2018, Friedrichsbau Bühl, Friedrichstraße 2Eröffnung: 13. Juli, 19.00 Uhr
Begrüßung: Bürgermeister Wolfgang Jokerst
Einführung: Ernst W. Schneider, KünstlerÖffnungszeiten: Mi – Fr: 16:00 – 19:00 Uhr | Sa – So: 11:00 – 17:00 Uhr
Ausstellungsführung: Sonntag, 22. Juli, 11:00 Uhr
Für alle Veranstaltungen ist der Eintritt frei.
Veranstalter: Stadt Bühl, Kulturbüro, Telefon (0 72 23) 9 35-4 05, Fax 9 35-4 09Elke Zauner strukturiert in ihren oft großformatigen Malereien komplexe Bildräume durch übereinander gesetzte verschiedene Farbflächen und Linien. Die Räume, in den neueren Arbeiten meist Außenräume, erschließen sich oft erst nach längerer Betrachtung und ließen sich auch nicht nachbauen. So lädt sie den Betrachter ein, in ihnen zu suchen und zu finden.
Die themenbezogenen Konzepte von Michael Göbel beschäftigen sich häufig mit den Überbleibseln unserer Kultur. Mit ironischer Grundhaltung beobachtet er das Spannungsverhältnis zwischen Individualität und Konformität und schafft vordergründig präzise Nachbauten der Wirklichkeit und Nachbildern ähnliche Abbildungen. Bei genauerer Betrachtung werden Erinnerungen und Informationsfragmente aufgezeigt oder Denkprozesse analysiert. -
Atelierrundgang












